Liebe Reisegäste

CORONA VIRUS REFLEXION: ANNO DOMINI 2020

Als Busunternehmer erlebe ich seit Februar einen wirtschaftlichen totalen Stillstand der Bustouristik. „Rien ne va plus“. Über 30 Jahre wertvolle und effektive Touristikarbeit mit einer ans Herz gewachsen, nachhaltigen Kundschaft wurde abrupt fast vollständig vernichtet. Nun ist die Zeit der „Renaissance“ und des neuen Aufbruchs - gemeinsam auch mit einem neu wahrgenommenen Bewusstsein. Als Mensch bin ich in diesen schwierigen Zeiten der Corona-Krise reich an neuen Erfahrungen geworden. Erfahrungen, die man nur in einer Krise erfährt, negative aber auch positive. Ja, der Mensch soll die Krone der Schöpfung sein! Daher möchte ich mich auch teilweise an eine Reflexion des brasilianischen Dichters Mario de Andrade bzw. eher des brasilianischen Schriftstellers Ricardo Gondim anschließen: In der klaren Feststellung, dass im Grunde die wahre menschliche Seele keine Zeit verlieren soll in Konfrontationen mit Absurditäten, die das Leben sinnlos erschweren, Opportunisten zu ertragen, die zudem ungeachtet ihres Alters alldem nicht gewachsen sind. Ich möchte mit Menschen leben und reisen, die sehr menschlich sind. Menschen, die auch über ihre Fehler lachen können, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden, die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und die nicht vor ihrer Verantwortung fliehen. Menschen, die ihre Würde verteidigen und die an der Seite der Wahrheit und Rechtschaffenheit gehen möchten. Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die es verstehen, die Herzen anderer zu berühren. Also Menschen, die durch die harten Schläge des Lebens lernten, durch sanfte Berührungen der Seele zu wachsen. Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur das eine hast. Nun - wir starten wieder, weil Reisen bildet, weil Reisen uns bereichert und uns lehrt, dass auch wenig Besitz glücklich machen kann. Es ist das, was das Leben lebenswert macht.