Das Einhorn aus Breitenborn


Als Hape Kerkeling 2006 schrieb er sei „dann mal weg“, und damit einen Boom in Sachen Jakobsweg auslöste, war Ilario Favaro schon zigmal aus Santiago de Compostala, dem Endpunkt der beschwerlichen Pilgerroute, zurückgekehrt. Seit 25 Jahren hat Favaro das Wandern im Zeichen der Muschel im Programm. Seine Firma Favaro´s Touristik feiert heuer ihr 30-jähriges Bestehen. „Nicht eine einfache Reise, sondern Reiseerlebnisse“, so lautet das Versprechen auf der Homepage. „Klassische Entdeckungsreisen“ auf gehobenem Niveau. Vom beschaulichen Gründau-Breitenborn breitet sich ein Netz zu den Schönheiten Europas aus – Wandern in Cornwall, der Provence und der Auvergne, durch die Toskana, auf Sardinien, Korsika und Weitere – und natürlich der Jakobsweg. Dazu gibt es Städtereisen nach Rom und Venedig, sowie Bildungsreisen. „Wir sind eines der letzten Einhörner“, sagt Ilario Favaro mit einem Augenzwinkern. Ein Einhorn aus Breitenborn. Ilario Favaro ist Italiener, gebürtiger Römer mitfunkelnden Augen im wettergegerbten Gesicht. Er spricht vier Sprachen, am liebsten aus tiefstem Herzen mit einer tüchtigen Prise Philosophie und Poesie. „Herzblut ist die Voraussetzung“, sagt er … und: „Wenn es nicht im Herzen funktioniert, dann funktioniert es auch nicht mit viel Geld.“ Der gelernte Flug- und Reiseverkehrskaufmann begann seine berufliche Laufbahn bei DER-Touristik in Hanau, wechselte zu Alitalia und fasste früh den Entschluss, sich selbstständig zu machen. Warum? Die Antwort ist „La Passion en route“– die Leidenschaft für Reisen, genauer, die Leidenschaft unterwegs zu sein. Ilario Favaro avancierte zu einem Pionier der Studien- und Entdeckungsreisen, vor allem in Sachen Jakobsweg. Während sich damals das Portfolio der Mitbewerber meist auf Neuschwanstein, Bodensee und Schwarzwald beschränkte, dachte Favaro sofort in europäischen Dimensionen. „Als ich die ersten Reisen auf dem Jakobsweg angeboten habe, waren dort nur Individualisten unterwegs. Ich wollte ein komfortables Angebot für „Normalos“. Wer mit Favaro unterwegs ist, hat Raum für Rückzug, hat Zeit zum Nachdenken und Überlegen, erlebt Muße beim Picknick und Gemeinschaftsgefühl beim spontanen Gesang in einer kleinen Kapelle am Wegesrand. Als Favaro vor 30 Jahren begann, von Breitenborn aus Europa laufend zu erobern, setzte er zunächst auf die Organisation von Reisen für Vereine, die auch heute noch der entscheidende Standpfeiler sind. Nach einem Jahr war bereits die Anschaffung eines zweiten Busses notwendig. Vor 20 Jahren erfolgte der Wechsel vom Ortskern in eine moderne Halle im kleinen Gewerbegebiet, weil ein dritter Bus unterzubringen war. Und Favaro sagte „Stopp! Ich wollte nie mehr als drei Busse. Eine Expansion wäre möglich gewesen, aber ich habe lieber auf eine verbesserte Qualität gesetzt, modernere Busse, den frühen Einstieg in die digitale Welt.“ Herzblut, immer wieder Herzblut, dazu Engagement, Agilität, Vitalität und Kreativität, die Kenntnis der Landessprache und des Landes – alle angebotenen Touren hat Favaro vorab „erlaufen“ – das sind die Zutaten um Menschen nicht durch, sondern vor allem in ein Land oder eine Region zu führen und zu begeistern. „Ich bestehe auf meiner Philosophie und werde sie nicht mehr ändern“,stellt der Reiseunternehmer klar, denn das Firmenmotto lautet:
„Wir reisen! Wir wandern! Wir erleben!"

Mein größter Dank gilt dem Team und fleißigen Mitarbeitern. Meine aufrichtige Dankbarkeit gilt meinen Kunden, die uns durch Ihre immer wiederkehrende Treue anspornen, stets neue Reisekreationen zu gestalten. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen. Bleiben Sie gesund!